Verschneiter Felsgipfel mit Grat vor tiefblauem Himmel

Foto: Gigi / Unsplash

Wintersport · Telemark

Telemark. Du gehst bei jedem Schwung in die Knie.

Telemark ist eine Skitechnik mit freier Ferse: Die Bindung hält nur die Schuhspitze, die Ferse hebt sich. In jedem Schwung schiebst Du den inneren Ski zurück und senkst das Knie Richtung Schnee, den Kniefall. Der Name kommt von der norwegischen Region Telemark, wo die Technik im 19. Jahrhundert entstand.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, Stand 5. Oktober 2026. Längen kartiert, keine offiziellen Angaben.

Wie fühlt sich Telemark an, wenn Du vom Alpinski kommst?

Die ersten Schwünge sind ungewohnt, weil der Halt an der Ferse fehlt und der Ski hinten frei ist. Du stehst auf beiden Ski, der äussere vorne, der innere zurückgeschoben, das hintere Knie tief Richtung Schnee. In der nächsten Kurve wechseln die Beine.

Wer schon sicher Ski fährt, lernt Telemark meist auf leichten und mittelschweren Pisten. Kanten und Gleichgewicht kennst Du schon, neu ist der Schritt im Schwung. Die Oberschenkel arbeiten dabei deutlich mehr als beim parallelen Fahren.

Telemark passt zu Dir, wenn Du auf bekannten Pisten etwas Neues lernen willst. Viele mögen den fliessenden Rhythmus, andere schätzen die Nähe zum Tourengehen, weil die freie Ferse auch im Aufstieg hilft.

Ein paar Stunden auf leichten Pisten reichen, um zu merken, ob Dir der Rhythmus liegt. Und es macht Spass, auf vertrauten Pisten wieder Anfänger:in zu sein.

Vom Alpinski zum Telemark: worauf kommt es an?

Das Gewicht verteilt sich auf beide Ski, beim Einstieg etwa gleich, später je nach Schnee und Hang. Der hintere Fuss steht auf dem Ballen, die Ferse ist in der Luft. Der Oberkörper bleibt ruhig und schaut talwärts, während die Beine unter ihm wechseln wie bei einem langsamen Ausfallschritt.

Typische Fehler am Anfang: zu viel Gewicht auf dem vorderen Ski, ein hinterer Ski, der nur mitschleift, oder ein Kniefall erst mitten in der Kurve. Ein Profi sieht das nach wenigen Schwüngen und gibt Dir eine passende Übung, zum Beispiel Telemarkschritte im Stand, auf flachem Gelände oder entlang einer Linie.

Viele wechseln am Anfang zwischen Telemark und paralleler Fahrt, je nach Gelände und Kraft. Das ist erlaubt und schont die Beine. Auf steileren Stücken fährst Du parallel, auf flachen übst Du den Kniefall.

Auf der Piste übst Du anfangs dort, wo wenig Verkehr ist.

Welches Material brauchst Du für Telemark?

Telemark fährst Du mit eigenen Bindungen, die nur vorne fixieren, und mit Telemarkschuhen, die über den Zehen einen Faltenbalg haben. Die Ski selbst ähneln Alpin- oder Tourenski, oft etwas leichter.

Es gibt zwei verbreitete Bindungssysteme, die nicht mit jedem Schuh zusammenpassen. Telemark-Material ist im Verleih seltener als Alpinski, frag darum vor der Reise beim Sportgeschäft im Gebiet nach. Wer kaufen will, sucht Schuh und Bindung gemeinsam aus.

Helm, Brille und warme Kleidung gelten wie beim Skifahren. Knieschoner können am Anfang angenehm sein, weil das hintere Knie tief geht.

Warum Telemark mit einem Profi lernen?

Telemark lernt man schlecht aus Videos allein, weil die Fehler im Timing liegen und Du Dich beim Fahren kaum selbst siehst. Ein Profi fährt vor, Du fährst nach, und nach jeder Abfahrt gibt es eine kurze Korrektur, bis die Bewegung sitzt.

Ab Saison 2026/27 buchst Du auf SnowRabbit unabhängige Profis direkt, allein oder zu zweit.

Viele zieht es mit der freien Ferse irgendwann ins Gelände oder auf Touren. Abseits der Piste bist Du auf eigene Verantwortung unterwegs. Wer Dich dort gegen Bezahlung führt, braucht eine Bewilligung nach Risikoaktivitätengesetz.

Alle Profis auf SnowRabbit haben diese Bewilligung, auch für Touren abseits der Piste. Vor jeder Tour gilt das aktuelle Lawinenbulletin des SLF auf slf.ch.

Wo fährst Du in der Schweiz Telemark?

Telemark fährst Du auf denselben Pisten wie mit Alpinski, es braucht keine eigene Anlage. Gebiete mit vielen Pistenkilometern geben Dir Platz, um die Technik auf verschiedenen Hängen zu üben, vom Engadin bis nach Zermatt.

Die Liste unten zeigt pro Gebiet die Anlagen, die Pistenkilometer und den höchsten Punkt. Wer gewerbsmässig Ski und Telemark unterrichtet, braucht je nach Kanton eine Bewilligung, im Wallis für jede Lektion.

Ab Saison 2026/27 prüft SnowRabbit Ausbildung und Bewilligungen der Profis. Den Preis bestimmt der Profi, dazu kommen 5 % Servicegebühr, die Du vor dem Bezahlen als eigene Zeile siehst.

151 Gebiete

Telemark: Gebiete

Reihenfolge: Pistenkilometer. Werte aus OpenStreetMap.

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Häufige Fragen

Fragen zu Telemark

  • Musst Du gut Ski fahren können, um Telemark zu lernen?

    Es hilft. Wer leichte und mittelschwere Pisten sicher fährt, kommt schneller hinein. Ganz ohne Skierfahrung geht es auch, dauert aber länger.

  • Wie anstrengend ist Telemark?

    Anstrengender als Ski alpin, vor allem für die Oberschenkel. Plane am Anfang kürzere Tage ein.

  • Kannst Du Telemark-Material mieten?

    In manchen Gebieten ja, aber seltener als Alpinski. Frag vor der Reise beim Verleih im Gebiet nach.

  • Kannst Du Telemark auch abseits der Piste lernen?

    Ja. Das aktuelle Lawinenbulletin steht auf slf.ch. Abseits der Piste bist Du auf eigene Verantwortung unterwegs. Wer Dich dort gegen Bezahlung führt, braucht eine Bewilligung nach Risikoaktivitätengesetz.

  • Was kostet eine Telemarklektion?

    Den Preis bestimmt der Profi. Die 5 % Servicegebühr siehst Du als eigene Zeile, bevor Du bezahlst.