Eine kleine Gruppe steigt im Schnee zwischen verschneiten Tannen bergauf.

Foto: David Cerini / Unsplash

Wintersport · Schneeschuhwandern

Schneeschuhwandern in der Schweiz. Du gehst in Deinem Tempo.

Schneeschuhwandern ist Wandern im Winter mit breiten Schuhen unter den Füssen, die Dein Gewicht auf eine grosse Fläche verteilen. So sinkst Du im tiefen Schnee kaum ein. Mit Stöcken gehst Du über Winterwege, durch Wald und über offene Hänge. Wer gut zu Fuss ist, kann ohne Vorkenntnisse starten.

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL 1.0, Stand 5. Oktober 2026. Längen kartiert, keine offiziellen Angaben.

Eine Person in violetter Jacke geht durch einen tief verschneiten Wald.
Foto: Simon / Unsplash

Wie sieht Dein erster Tag auf Schneeschuhen aus?

Am Morgen stellst Du die Bindung auf Deine Winterschuhe ein und die Stöcke etwas länger als beim Wandern im Sommer. Die ersten Meter fühlen sich breitbeinig und ungewohnt an. Nach einer Viertelstunde hast Du Deinen Schritt meistens gefunden.

Bergauf klappst Du die Steighilfe unter der Ferse hoch, dann muss die Wade weniger arbeiten und Du kommst mit weniger Kraft voran. Im steilen Stück trittst Du mit der Spitze ein, quer zum Hang setzt Du die Kante. Bergab gehst Du locker in den Knien, das Gewicht eher hinten.

Eine erste Tour dauert meist zwei bis vier Stunden, Pausen eingerechnet. Sobald Du stehst, wird Dir schneller kalt, als Du denkst, darum gehört eine warme Jacke für jede Pause in den Rucksack. Wer mit einem Profi geht, muss sich um Route und Zeitplan kaum kümmern und kann ganz auf den eigenen Schritt achten.

Ein verschneiter Waldweg zwischen Tannen, eine Person in der Ferne.
Foto: Phillip Belena / Unsplash

Für wen passt Schneeschuhwandern?

Für alle, die im Winter gern draussen sind und einen Tag ohne Pisten und Lifte suchen. Eine Technik, die Du jahrelang üben musst, gibt es dabei kaum. Wer im Sommer ein paar Stunden am Stück wandert, kennt die Bewegung schon.

Familien gehen gemeinsam los, mit kürzeren Etappen für kleinere Beine. Paare im Skiurlaub legen einen Tag auf Schneeschuhen ein, wenn die Knie eine Pause brauchen. Und wer im Winter einfach Ruhe sucht, findet sie auf einer Route im Wald, wo nur der eigene Atem und das Knirschen unter den Schuhen zu hören sind.

Wer ein paar Touren mit einem Profi gegangen ist, lernt einfache markierte Routen selbst einzuschätzen: wie steil der Hang wird, wo die Markierungen stehen, wann man besser umkehrt.

Auch Kinder gehen gern auf Schneeschuhen, wenn die Route kurz ist und es unterwegs etwas zu entdecken gibt, Spuren von Tieren etwa oder eine Hütte zum Aufwärmen.

Was brauchst Du für eine Schneeschuhtour?

Schneeschuhe, Stöcke mit grossen Tellern und feste, wasserdichte Wanderschuhe. Schneeschuhe und Stöcke kannst Du in vielen Wintersportorten mieten.

Dazu Kleidung in mehreren Schichten, Mütze, Handschuhe, Sonnenbrille und Sonnencreme. In den Rucksack gehören ein warmes Getränk, etwas zu essen und eine zusätzliche Jacke für die Pausen.

Führt die Route weg von markierten Winterwegen, kommen Lawinenverschütteten-Suchgerät, Schaufel und Sonde dazu. Wie Du sie benutzt, übst Du vor der Tour mit einer Person, die es kann. Ein Handy mit vollem Akku und die Notrufnummer 1414 der Rega gehören ebenfalls dazu.

Allein oder mit Profi: was ändert sich?

Auf markierten Winterwanderwegen kommst Du auch allein gut zurecht. Ein Profi wählt die Route nach dem aktuellen Lawinenbulletin, kennt das Gelände und richtet das Tempo nach der langsamsten Person, damit die Gruppe zusammenbleibt.

Abseits der Piste bist Du auf eigene Verantwortung unterwegs. Wer Dich dort gegen Bezahlung führt, braucht eine Bewilligung nach Risikoaktivitätengesetz. Bei Schneeschuhtouren gilt das ab dem Schwierigkeitsgrad WT3, mit einer Berufshaftpflicht von 5 Millionen Franken pro Jahr.

Alle Profis auf SnowRabbit haben diese Bewilligung, auch für Touren abseits der Piste.

Das aktuelle Lawinenbulletin findest Du auf slf.ch, für die ganze Schweiz und jeden Tag neu. Lies es am Vorabend und noch einmal am Morgen.

Was bedeuten WT1 bis WT6?

Der Schweizer Alpen-Club teilt Schneeschuhtouren in sechs Stufen ein, von WT1 bis WT6. WT1 und WT2 sind Wanderungen in flachem bis mässig steilem Gelände, fern von steilen Hängen. Viele markierte Schneeschuhrouten liegen in diesem Bereich, gerade jene, die direkt beim Dorf starten.

Ab WT3 wird es anspruchsvoller: kurze steile Passagen und Hänge, bei denen jemand die Lawinenlage beurteilen muss. WT4 bis WT6 sind Touren im alpinen Gelände, teils mit Gletschern oder Kletterstellen, und verlangen Erfahrung mit Steigeisen und Seil. Ob eine solche Tour an einem bestimmten Tag geht, hängt von der Lawinenlage ab.

Markierte Schneeschuhrouten in der Schweiz erkennst Du an pinken Wegweisern und Markierungen. Die Stufe einer Route steht im Tourenführer oder auf der Karte. Schau sie Dir vor dem Start an und wähl für die ersten Touren die tiefste Stufe.

Für WT3 und mehr gehören Suchgerät, Schaufel und Sonde in jeden Rucksack.

Wo kannst Du in der Schweiz Schneeschuhwandern?

Schneeschuh- und Winterwege gibt es vom Jura bis ins Engadin, von der Rigi bis nach Grindelwald. Viele beginnen direkt beim Dorf oder an einer Bergstation.

Auf jeder Gebietsseite siehst Du, wie viele Kilometer Schneeschuh- und Winterwege es dort gibt. Wer gewerbsmässig führt oder unterrichtet, braucht je nach Kanton zusätzlich eine kantonale Bewilligung.

Ab Saison 2026/27 prüft SnowRabbit Ausbildung und Bewilligungen der Profis. Den Preis bestimmt der Profi, dazu kommen 5 % Servicegebühr, die Du vor dem Bezahlen als eigene Zeile siehst.

111 Gebiete

Schneeschuhwandern: Gebiete

Reihenfolge: Kilometer Winter- und Schneeschuhwege, dann Anzahl Routen. Werte aus OpenStreetMap.

Mit einem Profi auf Schneeschuhen?

Trag Dich für Deine Region ein. Wir melden uns, sobald dort Schneeschuhtouren buchbar sind.

Worüber sollen wir Dir schreiben?

Häufige Fragen

Fragen zu Schneeschuhwandern

  • Brauchst Du einen Bergführer zum Schneeschuhwandern?

    Nein. Abseits der Piste bist Du auf eigene Verantwortung unterwegs. Wer Dich dort gegen Bezahlung führt, braucht eine Bewilligung nach Risikoaktivitätengesetz.

  • Ab wann ist eine Schneeschuhtour bewilligungspflichtig?

    Ab WT3.

  • Ab wann musst Du beim Schneeschuhwandern an Lawinen denken?

    Sobald Du die markierten Winterwege verlässt. Dort kann jeder steile Hang gefährlich werden, darum liest Du vor jeder Tour das aktuelle Lawinenbulletin auf slf.ch.

  • Wann kannst Du eine Schneeschuhtour mit einem Profi buchen?

    Mit der Saison 2026/27. Auf der Warteliste gibst Du Deine Region an, und wir schreiben Dir, sobald dort Touren buchbar sind.